szmmctag

  • Formel-1-Tests, Barcelona, 26.2.

    Diese Jahr war der Formel-1-Zirkus reumütig nach Barcelona zurückgekehrt. :>> Die Tests in Bahrain waren zu teuer und zu schlecht besucht. Deshalb hat man in die Zeitplanung auch gleich das Wochenende einbezogen, damit dann mehr Zuschauer kommen können. Und natürlich auch die Eintrittspreise fürs Wochenende erhöht, von € 15,- auf € 20,- pro Person. >:-(

    Ich habe mir daher (Geiz ist geil! ;D ) die beiden Wochentage der letzten Testreihe ausgesucht.

    Der erste Tag war eher langweilig. Zwei Teams fehlen ja wegen Geldmangels bzw. Insolvenz. Force India war noch nicht aktiv, weil der neue Wagen noch nicht fertig war.

    Neu war, dass in der letzten Box einige moppelige "Boxenluder"¹ in leuchtenden Overalls zum Fahnenschwenken saßen oder standen.

    CdC_FahnenschwenkerinnenKC

    Mercedes gab mit Hamilton nur ein kurzes Gastspiel: Ab Mittag blieb die Garage zu wegen Hybrid-Defekt.

    CdC_Hamilton_faehrt_vorKC CdC_HamiltonBox_01KC

    Bei McLaren-Honda lief es wieder nicht gut. Button schaffte wohl nur 7 Runden.

    CdC_McLaren_Button_01KC CdC_McLaren_ButtonBox_01KC

    Und was macht techniker, wenn es ihm langweilig ist? Er putzt. :>>

    CdC_ToroRosso_PutzenKC

    Bei Williams lief es besonders gut: Massa war tagesschnellster².

    CdC_Massa_startetKC CdC_Massa_Box_03KC

    Kurz vor Mittag regnete es etwas. Red Bull nutzte das für einen Test der Intermediates.

    CdC_RedBull_Kvyat_aufIntermediatesKC

    Für Abwechselung sorgten schließlich Lotus und Williams: In der ersten Box hatte sich offensichtlich die FIA breit gemacht. Dorthin schoben die Techniker ihre abgedeckten Autos. zuerst Lotus, hin ohne Fahnenschwenkerin, zurück mit:

    CdC_Lotus_schiebt_01KC CdC_Lotus_Rueckweg_01KC

    Zwischendurch war schon Williams eingetroffen und wartete darauf, dass Lotus die Box räumte.

    CdC_Williams_schiebt_01KC CdC_Lotus_FIA_02KC
    CdC_Williams_FIA_01KC CdC_Lotus_zurueckKC

    Lotus durfte das Auto später noch einmal zur FIA-Box schieben (mit den Mädels in gelb :P ).
    Ansonsten konnte das Auto auch fahren, wie Grosjean bewies.

    CdC_Grosjean_startetKC CdC_LotusGrosjean_02KC

    Die große Ferrari-Show bestand vor allem im Verschieben von Sichtschutzwänden. :##

    CdC_Ferrari_Kulissenschieben_01KC CdC_Ferrari_Kulissenschieben_02KC

    Damit schikaniert Ferrari ja nur die zahlenden Fans auf der Tribüne. Die Profi-Fotografen sitzen nämlich über der Box oder stehen auf dem Dach und haben freies Schussfeld.
    Doch einmal hatten die Kulissenschieber nicht aufgepasst! :D

    CdC_Ferrari_RaeikkoenenBox_01KC

    Sauber - in neuen Farben - profitierte von einem verbesserten Ferrari-Motor. Ericsson testete fleißig , auch mit qualmenden Reifen.

    CdC_SauberEricsson_01KC CdC_SauberEricsson_VerbremserKC

    Bei Red Bull - mit Tarnanstrich - fuhr Kvyat.

    CdC_RedBull_KvyatBox_01KC CdC_RedBull_01KC

    Bei Toro Rosso übte Neuling Sainz.

    CdC_ToroRosso_Sainz_startetKC CdC_ToroRosso_Box_03KC

    Er sorgte am Nachmittag für Abwechselung, als er auf der Strecke stoppte, ausstieg und aufs schwarze Taxi wartete (Die wenigen Meter bis zur Box sind ja nicht zumutbar :)) ).

    CdC_ToroRosso_Sainz_steigt_ausKC CdC_ToroRosso_Taxi_faehrtKC
    CdC_ToroRosso_PannenHelferKC

    Das Auto wurde verpackt, auf den Abschleppwagen gehoben und abtransportiert.

    CdC_ToroRosso_AufladenKCCdC_ToroRosso_AbtransportKC

    Vom 27.2. berichte ich demnächst. :wave:

    -------------------------------
    ¹) Tschuldigung, ist nicht böse gemeint :>>

    ²) =>
    01. Felipe Massa (Williams), 1:23.500
    02. Lewis Hamilton (Mercedes), +1,381
    03. Daniil Kwjat (Red Bull), +2,447
    04. Romain Grosjean (Lotus), +2,677
    05. Kimi Räikkönen (Ferrari), +2,827
    06. Carlos Sainz (Toro Rosso), +3,761
    07. Marcus Ericsson (Sauber), +4,302
    08. Jenson Button (McLaren), +7,979

  • 7 h ohne Wasser

    7 Stunden ohne Wasser - aus der Leitung. Vom Himmel strömte das Wasser wie seit Tagen weiter und verwandelt das Dorf hier in ein Schlammloch >:-( .

    Montag ist bei uns Putztag. Aber es kam kein Wischwasser aus der Leitung. Wieso? :??:

    Na, unten im Dorf war eine Firma namens CITEL angefangen, Löcher für neue Strommasten zu bohren. Und da haben die Arbeiter die Wasserleitung erwischt. Und es dauerte wohl etwas länger bis der richtige Wasserversorger davon verständigt wurde.

    Bleibt noch die unbedeutende Frage, ob es keine Karten gibt, in denen die Leitungen eingezeichnet sind. "Nein" sagen die einen. Die Leitungen seien in den Fünfziger-Jahren verlegt worden (in denen des letzten Jahrhunderts ;D ), da hätte es noch keine Karten dafür gegeben.

    "Ja" sagen die anderen, man müsse nur darein schauen.

    Wer immer recht hat: Die Arbeiten mit den Strommasten haben gerade begonnen. Da stehen uns noch interessante Tage bevor. :>>

  • Die Bankrotterklärung eines Präsidenten

    Frankreich hat kürzlich eine Fristverlängerung bei der EU beantragt, um sein Haushaltsdefizit erst 2018 auf die vereinbarten 3 % senken zu müssen. Die Regierung unter Präsident Hollande will nämlich einen Wahlkampf 2017 führen, der nicht durch die unpopulären, ja von der Regierungspartei geradezu diffamierten Sparmaßnahmen beeinträchtigt wird. Wahlgeschenke und Sparen vertragen sich ja nicht. :>>

    Dies ist die völlige Bankrotterklärung der Politik von Hollande!

    Fünf Jahre hätte er Zeit gehabt, Frankreich zu reformieren, die Arbeitslosigkeit zu senken und wirtschaftlich wieder wettbewerbsfähig zu machen. Nichts hat er getan! Keine echten Reformen¹, im Gegenteil, er hat die Reformansätze seines Vorgängers wieder aufgehoben und Frankreich dadurch Milliardenverluste z.B. bei der geplanten Eco-Taxe eingebrockt.

    Frankreich leistete sich in den vergangenen Jahren den drittgrößten Militärhaushalt der Welt, hinter den USA und China, weit vor Russland, gleichauf mit GB. Hier hätten sich Sparmaßnahmen geradezu angeboten. Aber Hollande spielt lieber den Feldherrn und lässt weiter Frankreichs post-koloniale Kriege in Afrika führen.

    Dieser Präsident hat versagt!

    Seine Chance auf eine Wiederwahl sind extrem schlecht (so blöd sind die Franzosen wohl auch nicht ;D ).

    Versagt hat aber auch die EU-Kommission. Sie hat Frankreich noch einmal 2 Jahre Zeit gegeben. Statt dessen hätte die EU eigentlich Sanktionen gegen Frankreich verhängen müssen, weil es die letzte Frist wieder ungenutzt verstreichen ließ. Aber der zuständige Kommissar ist Franzose, ehemaliger Finanzminister von Hollande. Der redet zwar gescheit daher, traut sich aber nicht, gegen sein Land vorzugehen. Eine klare Fehlbesetzung!

    => Und Frankreich wird natürlich die neue Frist ungenutzt verstreichen lassen :## , siehe oben.

    Frankreich hat seit 2001 nur in den Jahren 2006 und 2007 die Defizitgrenzen eingehalten. Das Defizit ist 2014 sogar noch gestiegen.
    Und Frankreich hat auch andere Richtlinien der EU nicht eingehalten, zum Beispiel beim Umweltschutz. Und obwohl Frankreich dafür sogar vom Europäischen Gerichtshof verurteilt wurde, folgten keine Strafen!

    :?: Warum wird Frankreich so bevorzugt behandelt?

    Solange keine Strafen folgen, wird sich Frankreich einen Dreck um EU-Richtlinien kümmern, aber die Subventionen von der EU kassieren. Es lebt sich eben gut auf Kosten der nachfolgenden Generationen, egal ob man Ihnen Schulden oder eine verpestete Umwelt hinterlässt.

    -----------------------
    ¹) außer der Homo-Ehe

  • Antisemitismus in Frankreich

    Der greise sozialistische Politiker Roland Dumas hat in einer TV-Sendung des Senders BFMTV öffentlich vermutet, dass der Premier-Minister Valls "unter jüdischem Einfluss" (sous influence juive) stehe. Dabei bezog er sich darauf, dass dessen Frau zur jüdischen Gemeinde Frankreichs gehört.

    Dieser Vorwurf wird Valls nach Zeitungsberichten regelmäßig von der extremen Rechten und speziell von Dieudonné M'Bala M'Bala¹ gemacht.

    ( http://www.lefigaro.fr/politique/le-scan/citations/2015/02/16/25002-20150216ARTFIG00117-pour-roland-dumas-manuel-valls-est-sous-influence-juive.php
    http://www.sudouest.fr/2015/02/16/roland-dumas-valls-est-probablement-sous-influence-juive-1831906-710.php )

    Roland Dumas² ist nun kein alter Hinterbänkler der sozialistischen Partei. Er war Minister zur Zeiten von Staatspräsident Mitterrand, er vertrat Frankreich in der Welt als Außenminister, und er war zuletzt Präsident des Conseil constitutionnel, des französischen Verfassungsgerichts.

    Man überlege nur mal, was in Deutschland los wäre, wenn ein ehemaliger Präsident unseres Verfassungsgerichts über einen führenden Politiker eine solche Bemerkung machen würde.

    In Frankreich war das Entsetzen sehr begrenzt. Man ging schnell wieder zur Tagesordnung über. Innenminister Cazeneuve und Bürgermeisterin Hidalgo (Paris) eilten getrennt nach Kopenhagen, um medienwirksam dort Frankreichs Beileid, Solidarität und Unterstützung gegen die islamistischen Attentäter zu versichern. Wir sind eben alle Charlie, aber eben nicht die Opfer des Anschlags auf den jüdischen Supermarkt! Und wer erinnert sich noch an das Attentat auf die jüdische Schule in Toulouse im März 2012? Es ist in Frankreich offensichtlich ein Unterschied, ob ein Attentäter einige Menschen jüdischen Glaubens oder einige Comic-Zeichner tötet.

    Schon vor den letzten Präsidentschaftswahlen hatte uns eine Französin erklärt, der Amtsinhaber Sarkozy sei nicht wählbar, aber nicht wegen seiner bisherigen Politik, sondern weil er mütterlicherseits jüdischer Abstammung sei. Unfassbar!

    In 2014 haben sich die antisemitischen Aktionen in Frankreich verdoppelt auf 851. Das sind 51 % der rassistischen Aktion im Lande!.

    So passt auch dieser Spaziergang eines israelischen Journalisten ins Bild, der mit Kippah in Paris unterwegs war und beschimpft und angespuckt wurde. Sein Fazit: Paris est une ville de moins en moins sûre pour les Juifs (Paris ist für Juden eine immer weniger sichere Stadt).
    ( http://www.sudouest.fr/2015/02/16/dans-les-pas-d-un-juif-a-paris-entre-insultes-et-crachats-1832075-6092.php )

    Oder die Verwüstung eines jüdischen Friedhofs in Sarre-Union durch Jugendliche.
    ( http://www.lefigaro.fr/actualite-france/2015/02/16/01016-20150216ARTFIG00127-bas-rhin-sarre-union-estomaquee-apres-la-profanation-d-un-cimetiere-juif.php )

    Der rechtsextreme Front National (FN) hat seit Jahren ein Wählerpotential von gut 18 %! Und es ist zu befürchten, dass der FN bei den kommenden Wahlen zu den Departement- Und Regional-Parlamenten kräftig zulegen kann.

    18 % der Wähler, das sind Millionen - und nicht nur Zehntausend wie bei PEGIDA! Wo bleibt der Aufschrei des Entsetzen in Europa?

    ___________________________________________________________
    ¹) Der Herr ist Komiker und ein guter Freund von Jean-Marie Le Pen, dem Gründer des rechtsextremen Front National und Patenonkel seines dritten Kindes. Aber wie der Name schon sagt Ballah-ballah :crazy:

    ²) Roland Dumas ist ein typisch französischer Politiker: Er durfte seine glänzende Laufbahn wegen seiner Verwicklung in die "Elf-Affäre" beenden. Er hatte seine Geliebte bei diesem Öl-Konzern untergebracht und und mit ihr zwischen 1989 und 1993 einen kostspieligen Lebenswandel auf Kosten des Unternehmens geführt. Dumas wurde 2001 zu 30 Monaten Haft, davon 6 ohne Bewährung verurteilt. Das Urteil wurde im Berufungsverfahren 2003 aufgehoben, er wurde freigesprochen. Vive la France!

  • Im Penedès: Besuch eines Weinguts und einer Sektkellerei

    Unser Quartier im Penedès war der Küstenort Sitges, nur wenige Kilometer südlich von Barcelona.

    Sitges_PlatjaSantSebastia_01KC

    Nachdem der Schnee geräumt war, fuhren wir von dort wenige Kilometer ins Landesinnere zur Besichtigung des bekannten Weinguts Bodegas Torres. Die Führung im kleinen Kreis (4 Personen) begann mit einer Filmvorführung. Mit dem Bähnchen ging es dann über das Gelände zu diversen Gebäuden.

    Torres_ProduktionKC

    In einem Gewölbe wurde uns eine Video-Show vorgeführt.

    Torres_VideoShow_05KC Torres_VideoShow_03KC
    Torres_VideoShow_04KC Torres_VideoShow_06KC

    Dann ging es an den Produktionsanlagen, die wir nur durch Fenster ansehen durften, vorbei bis zu einem Barrique-Lager (Blick durchs Fenster) und zu einem alten, still gelegten Stollen, den wir betreten durften.

    Torres_BarriquesKC Torres_AlterLagerStollen_01KC

    Zurück zum Besucherzentrum, wo es eine Weinprobe gab, je nach Buchung 2 oder 5 Gläser Wein. Da die Fa. Torres verspricht, ihre Weine ökologisch und bio-dynamisch zu erzeugen (in Spanien sollen 600 ha bereits bio-zertifiziert sein), haben wir gern einige Flaschen eingekauft.

    Torres_BlickMontserratKC

    Mittags haben wir uns dann kurz Vilafranca del Penedès angesehen.

    Vilafranca_RathausKCVilafranca_PyramidenDenkmalKC

    Dann sind wir zum Besuch des Cava-Produzenten Codorniu nach San Sadurni weiter gefahren. Cordorniu ist der größte Cava-Produzent und führt das Familien-Unternehmen auf das Jahr 1551 zurück. Die Gebäude stehen heute als Beispiele der Industrie-Architektur der Modernisme unter Denkmalschutz.

    Wir hatten hier im Frühjahr 2014 schon Halt gemacht und einige Flaschen Cava gekauft. Nun wollten wir die Kellerei besichtigen.

    Nach kurzer Wartezeit in der Empfangshalle (wir waren etwas zu früh), ging es dann draußen mit einer Rundfahrt im offenen Bähnchen los (Brrr, >:-( es ist doch noch Winter!).

    Codorniu_Empfangshalle_02KC

    Wir fuhren vorbei an der alten Lagerhalle und an den Produktionsgebäuden. Ins alte, nicht mehr genutzte Lager durften wir nicht, weil dort gerade ein abendlicher Event vorbereitet wurde.

    Codorniu_Produktion_04KC Codorniu_AltesLager_04KC

    Dafür durften wir alte Fässer bewundern und die alten, ebenfalls nicht mehr genutzten Stollen betreten. Die dort lagernden Flaschen sind alle nicht "echt" :no: .

    Codorniu_AlteFaesser_02KC Codorniu_AlteStollen_01KC

    Im offenen Bähnchen wurden wir durch die weitläufigen, alten Stollen gefahren, vorbei an einer Ecke, die der Uhrahnin Anna Cordoniu gewidmet ist, und vorbei an historischen Verarbeitungsplätzen.

    Codorniu_AnnaGewoelbeKC Codorniu_AlteAbfuellstationKC
    Codorniu_AlteEntkorkungsstationKC Codorniu_AltePackstationKC

    Zum Schluss gab es doch noch noch einen Blick auf Aktuelles: Wir kamen an den modernen Weintanks vorbei und konnten moderne Flaschenregale bewundern.

    Codorniu_WeintanksKC Codorniu_ModernesFlaschenregalKC

    Zum Abschluss gab es dann 2 Glas Cava im Probierkeller.

    Codorniu_ProbierstubeKC

    Ehrlich gesagt hätte ich doch gern einen Blick in die modernen Produktionsanlagen und Keller geworfen! :`( Trotzdem haben wir noch einige Flaschen Cava gekauft, da wir die Hoffnung haben, dass die Reben dort mit weniger Fungiziden besprüht werden als z.B. in der Champagne, Frankreichs nördlichstem Weinbaugebiet.

  • Spanien-Ausflug im Schnee

    Bekanntlich können die Experten das Klima für die nächsten 50 Jahre voraus sagen, aber nicht das Wetter für die übernächste Woche. :>>
    Als wir uns recht kurzfristig entschlossen, doch einige Tage in die Weinregion südlich Barcelona, das Penedès, zu fahren, sagte die Wettervorhersage noch schönsten Sonnenschein bei milden Temperaturen voraus. Je näher die Abreise kam, umso kälter wurde es. >:-(
    Schnee wurde für Südwest-Frankreich angesagt, aber nicht für unser Zielgebiet.

    Und so fiel dann am Morgen der Abreise der Schnee nicht nur in den Pyrenäen, sondern auch in unserem Garten.

    Garten_imSchneeKC

    Erst gegen Mittag fuhren wir los: Erstaunt hat mich, wie schlecht die vierspurige N124 Richtung Toulouse im Gers geräumt war. Einige verlassene Autos standen dort noch vom Morgen an den Steigungen. Der Autobahnring von Toulouse war frei. Doch auf der Autobahn Richtung Mittelmeer mussten wir dann einige Zeit hinter den Räumfahrzeugen herzockeln. :`(

    Erst ab Carcassonne war vom Schnee nichts mehr zu sehen. Ab Barcelona schien sogar die Sonne und stimmte uns optimistisch für die nächsten Tage.

    Am nächsten Tag hatten wir einen Besuchstermin bei Codorniu, dem Cava-Prodzenten in San Sadurni. Doch kaum waren wir von der Küste weg, begann es zu schneien. Und schon standen wir im Stau! >:-(

    Auf_der_C15_01KC

    Dann klopfte ein Polizist an unsere Scheibe und riet uns zur Umkehr (über die Auffahrt neben uns ;D ), da die Straßen und Autobahnen im Penedès gesperrt seien.

    CanyellesKC Auf_der_C15_02KC

    Also zurück zum Hotel an der Küste, wo es nicht schneite. :##

    Unseren Besuchstermin konnten wir auf den folgenden Tag legen. Dann waren die Straßen wieder frei. Und der Rest Schnee lag nur noch zwischen den Weinstöcken und auf den Hügeln.

    Torres_Reben_imSchneeKC SanSadurni_SchneeresteKC

    Auf der Rückfahrt (gestern) hatten wir strahlenden Sonnenschein bis zur französischen Grenze. Ab dort wurde es immer grauer, und hinter Toulouse hatten wir ein wenig Schnee-Griesel. :`(

    Zu den Besuchsterminen demnächst mehr :wave:

  • Sturm knickt alte Weide

    Letzte Nacht hat ein Sturm mit Böen bis zu 100 km/h den alten Stamm unserer Weide umgeknickt.

    WeidenBruch02KC

    Die Weide war alt und morsch. Wir hatten schon darüber diskutiert, wann der alte Stamm denn gefällt werden sollte. Jetzt hat der Sturm uns die Arbeit abgenommen und auch so, dass der Boden und die darin laufenden Leitungen nicht beschädigt wurden. ;D

    Die Stärke des Sturms war überraschend: Meteo France hatte zwar schlechtes Wetter mit starken Windböen voraus gesagt, aber die wahre Stärke wohl verpennt. :yawn:

    Gestern Morgen konnte man in der Online-Presse zwar Warnungen für 2 westliche Pyrenäen-Departements vor Starkregen und Überflutungen lesen, aber die Sturmwarnung für weitere Departements kam erst nachmittags, als der Sturm dann da war. Er flaute am späten Abend ab und legte in der Nacht nochmal richtig zu. Und am Morgen war die Weide umgeknickt.

  • Pestizide, mehr Pestizide, Frankreich

    Der frühere Staatspräsident Sarkozy wollte die in der Landwirtschaft (inkl. Weinbau) eingesetzten Pestizide in 10 Jahren um 50 % senken. Er und sein Nachfolger Hollande sind damit hoffnungslos gescheitert:

    Nach den kürzlich veröffentlichten Zahlen des französischen Landwirtschaftsministeriums stieg der Verbrauch an Pestiziden in 2013 um 9,2 % gegenüber 2012 an, während der Verbrauch im Zeitraum 2099-2011 "nur" um 5 % stieg.

    Bei den Insektiziden gab es einen Rückgang von 8,7 %, bei den Fungiziden einen Anstieg von 8,7 %, bei den Herbiziden von 13,2 %!

    Die Anzahl der Behandlungen mit Pestiziden wechselt je nach Feldfrucht, z.B. 5,8 bei Weizen und 18,6 bei Kartoffeln.

    98 % der französischen Ostbauern behandeln ihre Kulturen mit Pestiziden. Im Schnitt erhalten Äpfel 35,1 "Behandlungen", Pfirsiche 19,2. Kirschen, Pflaumen oder Aprikosen liegen bei nur 8,5 bis 11,8.

    Die Überschreitung der erlaubten Grenzwerte soll rückläufig sein. Allerdings weiß man ja auch, dass die EU gern bereit ist, hier "nachzubessern", d.h. die Grenzwerte den Wünschen der Agrochemie-Lobby anzupassen.

    Frankreichs Landwirtschaft verbraucht bekanntlich europaweit am meisten Pestizide. Diese sind nicht nur für hohe Erträge und Ertragssicherheit mitverantwortlich, sondern bescheren auch vielen Firmen hohe Umsätze.

    Einige Zahlen aus Wikipedia: Die in der EU eingesetzte Gesamtmenge an Pestizide-Wirkstoffen von 220.000 t entfiel 2003 zu 75% auf 5 Staaten: Frankreich (28%), Spanien und Italien (jew. 14%), Deutschland (11%) und Großbritannien (7%). Hinsichtlich Fungiziden machten Frankreich (32%), Italien (17%) und Spanien (15%) zusammen 64% der Gesamtmenge aus, was mit dem Einsatz von Schwefel (76% aller Fungizide) in dem in diesen Ländern schwerpunktmäßig stattfindenden Weinbau zu erklären ist. Hinsichtlich Herbiziden dominierten Frankreich (26%), Deutschland (15%), Spanien (11%) und Großbritannien (11%) mit zusammen 63% des EU-Verbrauch.

    Der Insektizidmarkt wurde von Italien (33%) und Spanien (29%) angeführt, die zusammen mit Frankreich (18%) mehr als 80% des gesamten EU-Verbrauchs repräsentierten. Wachstumshormone entfielen fast ausschließlich auf Getreide sowie zu 33% auf Frankreich, 31% auf Deutschland und 17% auf Großbritannien.

    :??: Da muss man doch fragen, warum ein Volk, das diesen besonderen Ruf als Feinschmecker und Genießer hat, sich solche Lebensmittel aus der giftigsten Landwirtschaft leistet oder erduldet. :no:

    Chronische Krankheiten sind als Folge von Pestiziden besonders schwer nachzuweisen. Epidemiologische Studien zeigen, dass Personen, die regelmäßig mit Pestiziden in Kontakt kommen, ein erhöhtes Risiko haben für Krankheiten des Nervensystems, für verschiedene Krebsarten, Erkrankungen der Atmungswege, Fruchtbarkeitsstörungen oder beeinträchtigte kognitive Fähigkeiten.

    Die französische Gesundheitsbehörde schätzt, dass zwischen 1 und 2 Millionen Menschen in Frankreich an chronischen Krankheiten leiden als Folge des berufsbedingten Umgangs mit Pestiziden. Die Bauern sind meist die ersten Opfer des verbreiteten Gebrauchs von Pestiziden in der Landwirtschaft. Aber letztlich ist jeder Konsument betroffen. Eine kürzliche Studie, die in 18 europäischen Ländern durchgeführt wurde, hat in der Hälfte der Bevölkerung aus städtischen Gebieten, wo wo kaum ein direkter Kontakt mit dem Gift vorhanden ist, Spuren des Herbizides Glyphosat festgestellt.

    Parkinson kann durch Pestizide verursacht werden und ist mittlerweile in Frankreich als Berufskrankheit für Bauern anerkannt!

    Aber nicht nur der Einsatz von Pestiziden gefährdet Frankreichs Umwelt, sondern auch der reichliche Gebrauch von Dünger. So ist Frankreich im September 2014 zum zweiten Male nach 2013 vom Europäischen Gerichtshof verurteilt worden, sich nicht ausreichend für den Gewässerschutz einzusetzen und nicht die Direktive von 1991 zu Nitraten und die Umweltverschmutzung durch die Landwirtschaft einzuhalten.

    Frankreich hat sich in den letzten Jahren im engen Wettbewerb mit GB den drittgrößten Verteidigungsetat der Welt geleistet, nach den USA und China, weit vor Russland. Wie wäre es denn, sich einmal den größten Etat für Umweltschutz zu leisten?

    :## Aber wohl nicht mit diesem Präsidenten, der lieber Kriege führt, und seiner Umweltministerin, die der Viehwirtschaft selbst in Naturschutzparks Vorrang vor den Wildtieren einräumt.

  • Pressefreiheit à la française

    Gerade sind noch Millionen für die Freiheit von Presse und Medien nach dem Attentat auf Charlie Hebdo auf die Straßen gegangen, da kündigt die Bürgermeisterin von Paris Frau Hidalgo an, den Nachrichtensender Fox News wegen Rufschädigung zu verklagen.

    Fox News hatte im Zusammenhang mit den Attentaten von Paris von No-go-Zonen in Paris berichtet und damit wohl die berüchtigten Banlieues gemeint.

    Selbst wenn der Bericht völlig übertrieben wäre, so gibt es doch die Meinungs- und Pressefreiheit, angeblich sogar in Frankreich. Eine Gegendarstellung zu verlangen wäre wohl der angemessene Weg. Außerdem hat sich Fox News bereits für die Behauptung entschuldigt.

    Doch das reicht Frau Hidalgo nicht: Imagepflege geht in Paris vor Pressefreiheit. :crazy:

    Frau Hidalgo sollte doch besser einmal mit Parteigenossen, Landsmann und Ministerpräsident Valls sprechen: Dieser sprach im Zusammenhang mit den Banlieues sogar von "Apartheid" und "Ghettos"!.

    Auch eine Rufschädigung? Folgt jetzt die nächste Klage?

  • Hollande im Hoch

    Laut gerade veröffentlichter Umfrage erreicht Präsident Hollande nun bei Popularität wieder 40 %! Ein Sprung von 21 Prozentpunkten! Und sein Ministerpräsident Valls erreicht sogar 61 %. 88|

    Da hat sich ja die Inszenierung des "Trauermarsches" der Politiker in abgesperrter Straße für die beiden gelohnt.

    Sind die Franzosen so leicht zu beeindrucken? Vermutlich haben sie nur die gefakten Fotos gesehen, nie die richtige Perspektive. Na ja, im Wahlkampf reichten auch einige schöne Worte, eingeleitet mit "moi, président", um die Franzosen zu beeindrucken.

    Und Charlie Hebdo erreicht die sensationelle Auflage von 7 Millionen Exemplaren. Bisher hatte man Mühe, die Auflage von 60.000 zu verkaufen.

    Spricht eigentlich noch jemand von den Opfern im jüdischen Supermarkt?

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