szmmctag

  • Die Schande von Rieumes

    Rieumes ist eine Kleinstadt im Departement Haute-Garonne in Frankreich. Und Rieumes ist der einzige Ort in Haute-Garonne, in dem noch Stierkämpfe - Corridas - statt finden!

    € 70.000,- an Subventionen sind in den letzten 4 Jahren dafür geflossen! :##

    Heute haben 450 Gegner dieser öffentlichen Stierschlächterei dagegen protestiert. Rieumes ist ein Schandfleck in einem modernen Frankreich, in einem Departement mit High-Tech-Industrie, in einem zivilisierten Europa!

  • Ein Ausflug ins Somontano

    Direkt vor der Haustür, hinter den Bergen liegt die Weinregion Somontano, nur ca. 200 km Straße entfernt. Wenn man erst einmal durch den Tunnel von Bielsa (derzeit einspurige Verkehrsführung :`( ) durch ist, beginnen wieder richtige Straßen auf spanischen Seite - statt der asphaltierten Eselspfade, die die Franzosen für Straßen halten. ;D

    Das Somontano ist ein aufstrebendes Weinbaugebiet am Fuße der Pyrenäen rund um Barbastro in Aragon. Hier findet sich nicht nur die für Spanien typische Rebe Tempranillo, sondern vor allen Chardonay, Gewürztraminer, Riesling, Merlot, Cabernet Sauvignon, Syrah, Pinot Noir sowie die lokalen Reben Macabeo und Moristel. Geerntet wird ab August, vorzugsweise nachts wegen der hohen Tagestemperaturen. Ebenso versucht die Region sich mit gutem Olivenöl zu profilieren.

    Wir buchten 2 Nächte in einem hundefreundlichen Hotel in einem zentral gelegenen Dorf. (Oscar trinkt zwar keinen Wein, musste aber mit :>> )

    HotelKC

    Bevor wir die Bodegas besuchten, machten einen Abstecher zum nahen Dorf Alquezar. Dort thront über den Häuser eine Klosterkirche, erbaut auf den Grundmauern einer maurischen Burg (al-kasr). Ein netter Touristenort! :yes:

    Alquezar_01KC

    Am nächsten Morgen sahen wir uns das nahe Barbastro an.

    Barbastro_KathedraleKC Barbastro_AlleeKC
    Die Stadt besitzt natürlich auch eine Kathedrale und eine kleine Flaniermeile.
    Aber das schönste waren doch die besetzten Storchennester
    Barbastro_Stoerche_01KC Barbastro_Stoerche_03KC Barbastro_Stoerche_04KC

    Da der Juni keine Besuchersaison ist und gleichzeitig die Weinmesse Vinexpo in Bordeaux lief, konnten wir nur 3 der großen Weinproduzenten besuchen.

    Am ersten Vormittag besuchten wir die Bodegas Enate in Salas Bajas. Das Weingut wurde 1992 gegründet und verfügt über ca. 500 ha. Es besitzt ein modernes, elegantes und zugleich funktionales Gebäude.

    BodegaEnate_01KC

    Die Führung - mit guten Erläuterungen zu den Produktions- und Lagerräumen, zur Abfüllanlage und Kunstgalerie (Die Etiketten werden nach Kunstwerken gestaltet) - fand auf französisch statt, weil die englisch sprechenden Mitarbeiter auf der Vinexpo in Bordeaux weilten.

    BodegaEnate_StahltanksKC BodegaEnate_FlaschenAbfuellungKC
    BodegaEnate_BarriqueGlasbodenKC
    Eine besondere Attraktion für Besucher ist ein Weißwein-Barrique mit Glasböden,
    so dass der Fermentierungsprozeß sichtbar ist.
    BodegaEnate_KunstwerkKC
    Kunst gab es draußen und drinnen zu sehen.

    Die Weinprobe erfüllte auch individuelle Wünsche, wir zahlten keine Besuchergebühr (vermutlich wegen Einkauf, sonst € 3,00 p.P.) :>>

    Am Nachmittag besuchten wir die Bodegas Pirineos. Die genossenschaftlich organisierten Bodegas Pirineos sind mit 950 ha der größte besuchte Betrieb: Die Genossenschaft begann um 1993 mit dem Weinbau. Heute gehören 24 % den ca. 200 Genossen, 76 % zu Bodegas Barbadillo. Die Bodegas gelten als Vorzeigebetrieb: Die Regionalregierung Aragonien erteilte ihr den Preis für die beste Geschäftsführung des Jahres, und man bekam die ISO 14001-Bescheinigung für Umweltschutz. Bodega Pirineos stellte als erste Somontano-Kellerei ökologischen Wein her.

    BodegaPirineosKC

    Die Gebäude sind schlicht und funktionell. Im Rundgang wurden uns Produktions- und Lagerstätten gezeigt.

    BodegaPirineos_TanksKC BodegaPirineos_BodenltanksKC
    BodegaPirineos_BarriquesKC

    Die Weinprobe kostet € 5,- p.P., dafür durften wir das schicke Probierglas behalten. Es wurden auch individuelle Wünsche dabei erfüllt.

    Am nächsten Vormittag, vor der Rückfahrt, besuchten wir noch die Bodegas Sommos. Die Bodegas Sommos wurden 2000 unter dem Namen Irius gegründet und verfügen über ca. 355 ha. Die Weinparzellen wurden mit großem Aufwand vollständig neu angelegt, wie Fotos im Gebäude zeigen. Das spektakuläre Gebäude wurde von J. Mariano Pascual entworfen.

    BodegaSommosKC

    Ein Film zu Beginn der Führung zeigt die Wein-Produktion des 21. Jahrhunderts: Satellitengesteuerte Erntemaschinen, Trockeneis-Kühlung der Reben beim Transport, Robotertechnik in Produktion und Lagerung. Die Führung beschränkte sich auf Blicke in Produktion und Lagerung von der Galerie aus, Fotografieren ist verboten >:-( . Der Wein in den Barriques wird übrigens mit leiser Musik berieselt. :>>

    BodegaSommos_ProbierraumKC

    Die Weinprobe bestand aus 3 Weinen für € 10,- , individuelle Wünschen wurden uns nicht erfüllt. :no:

    Danach ging es wieder zurück nach Frankreich. :wave:

  • 200 Jahr Waterloo

    Vor 200 Jahren beendete die Schlacht bei Waterloo am 18.6.1815 endgültig die Schreckensherrschaft von Napoléon Bonaparte, Kaiser der Franzosen, über Europa. Napoléon hatte Europa von Portugal bis Russland mit Krieg überzogen und seine Geschwister als Herrscher (Könige) in eroberten Gebieten eingesetzt.

    3,5 Millionen Soldaten verloren in den Kriegen ihr Leben. Wie viele Zivilisten an Epidemien zugrunde gingen, von plündernden und vergewaltigenden Soldaten ermordet wurden, vor Hunger und Kälte umkamen, hat niemand berechnet. Es waren weit mehr als eine Million.

    Nach seiner Niederlage 1814 war Napoléon auf die Insel Elba verbannt worden, von dort zurück gekehrt - als die Sieger in Wien feierten (Wiener Kongress) und das alte Europa restaurierten - und mit einem Heer gegen die Reste der alliierten Truppen, eine Armee unter dem britischen Herzog von Wellington bei Brüssel und eine Armee unter dem preußischen Marschall Blücher westlich von Lüttich, gezogen.

    Der Sieg von Wellington und Blücher über Napoléon bei Waterloo ist wohl eher das Ergebnis von Subordination und Fehleinschätzungen auf beiden Seiten als von militärischem Genie: Wellington ging lieber zum Ball des Herzogs von Richmond in Brüssel, Blücher fiel in der Schlacht von Ligny vom Pferd, der Stabschef von Wellingtons niederländisch-nassauischen Einheiten besetzte eigenmächtig Quatre-Bras und stoppte so Ney (zum Glück), Gneisenau als Vertreter Blüchers entschied, nicht nach Osten abzuziehen, sondern Richtung Wellingtons Armee, Grouchy sollte die Preußen verfolgen und verlief sich. (Pleiten, Pech und Pannen! ;D ) Letztlich verlor Napoléon die entscheidende Schlacht und ca. 40.000 Soldaten ihr Leben!

    Da sollte man wohl doch statt einen Sieg zu feiern besser der Toten nicht nur dieser Schlacht, sondern der Napoleonischen Kriege insgesamt gedenken. Und auch Frankreich stünde es gut an, sich der 4,5 Millionen Toten zu erinnern, die sein Empereur auf dem Gewissen hat.

    Doch das lässt wohl der übersteigerte französische Nationalismus nicht zu:

    Belgien wollte eine 2-Euro-Gedenkmünze mit dem Löwenhügel zum Gedenken prägen lassen. Frankreich unterband das mit heftigem Protest. Belgien hat nun eine 2,50-Euro- und eine 10-Euro-Silber-Gedenkmünze aufgelegt, die nicht zum Zahlungsverkehr zugelassen sind und damit von Frankreich nicht verhindert werden konnten. Die 2,50-Euro-Münze zeigt den Löwenhügel mit dem Denkmal,

    2,5-Euro-Münze

    (c) FAZ

    die 10-Euro-Münze die Begegnung von Briten und Preußen vor dem Schatten Napoléons.

    Münze

    (c) MDM

    Die Briten haben eine 5-Pfund-Gedenkmünze herausgegeben mit den Köpfen der Sieger Wellington und Blücher.

    5Pfund-Münze

    (c) dailymail

    (Bleibt nur die Frage, warum Berlin in Anbetracht der Preußen-Restauration nicht auch eine Münze geprägt hat. Angst vor Hollande, Frau Merkel? :>> )

  • Bauchtanz 2015

    Wie schon gewohnt fand um diese Zeit wieder die Wohltätigkeitsveranstaltung von ASMA, dem Verein zur französisch-marokkanischen Freundschaft und Förderung eines Dorfes im Süden des Anti-Atlas statt. Wie üblich gab es Couscous, diesmal mit einer Beilage aus Zwiebeln, Kichererbsen und Rosinen, Obst danach und Gebäck mit Tee zum Abschluss.

    Zuvor wurde in einem Film Rechenschaft über die Hilfe für das Dorf abgelegt. Dann versuchte der Vereinspräsident dies im Vortrag noch zu unterstreichen. Da er leider rhetorisch nicht so begabt ist, hörten nur wenige noch zu.

    Vor dem Essen und zwischen den Gängen gab es Bauchtanzvorführungen dreier recht schlanker Damen.

    Die Teilnahme war nochmals schwächer als im Jahr zuvor. Auffällig wenig Männer, aber viele ältere Frauen waren unter den Teilnehmern. An den Tänzerinnen sollte es eigentlich nicht gelegen haben. ;D

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    TC_002KC TC_004KC
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    Hier noch zwei bewegte Kostproben:

  • Blau, blau, blau blüht ..

    .. mein Ceanothus und weckt Erinnerungen an einen berufsbedingten Aufenthalt in der Bay Area - lang, lang ist's her.

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    Jetzt zum plötzlichen Sommereinbruch freut sich auch der Schmetterling über die Blüten.

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    Und ich hoffe, dass jetzt auch der letzte meiner Walnussbäume das merkt und seine Blätter endlich komplett austreibt >:-(

  • Landschaftspflege

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    Das Departement Gers sieht sich als eines der Haupt-Urlaubsziele während der 2-monatigen Saison für den innerfranzösischen Tourismus. Hier finden die Touristen noch das ursprüngliche Frankreich ohne Schnickschnack! ;D

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    Daher ist man auch hier bemüht, die ursprüngliche Landschaft zu bewahren und Waldwege für den Spaziergänger zu pflegen. :>>

  • Dortmund: Willkommen in der Provinz!

    Im Zuge unserer Tour durch die alte Heimat waren wir auch zum Shopping in Dortmund, das sich für die Metropole Westfalens hält! Oscars Frauchen wollte für unseren Housekeeper in Frankreich eines dieser bunten "Rhinos" als Mitbringsel erwerben und ging dazu ins Dortmunder Tourismus-Büro. Bezahlen wollte sie das nicht gerade preiswerte "Kunstobjekt" mit der Maestro-Karte unseres Kontos bei der französischen Bank. Damit haben wir hier schon getankt, in einem Restaurant in Herdecke und in Dortmunder Geschäften bezahlt.
    :## Nur im Dortmunder Tourismus-Büro werden Karten ausländischer Banken offensichtlich nicht akzeptiert!

    Ausgerechnet in dem Büro, in dem doch Touristen aus aller Welt Prospekte, Karten, Tickets und Andenken kaufen sollen, wird kein ausländisches Plastikgeld akzeptiert! :crazy:

    Eine Weltstadt lässt grüßen! :>>

  • Hundetreffen an der Ruhr

    Ja, Hundetreffen an der Ruhr - und nicht in Frankreichs Südwesten!

    Zum Jubiläum einer Not-Hunde-Vermittlung im Internet waren die vermittelten Hunde, ihre Herrchen und Frauchen, die Betreiber und Gäste (Oscar und ich ;D ) an die Ruhr eingeladen worden. Eine gute Gelegenheit, die alte Heimat, Verwandte und Freunde zu besuchen!

    Am Sonntag trafen sich also vermittelte Akita-Inu Hunde bzw. Akita-Mischlinge zu einem gemeinsamen Spaziergang, einem Mittagessen (nur für die Menschen) und einem individuellen Foto-Shooting.

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    Gruppenbild mit Oscar

    Zum Glück war die Mehrheit der Akitas Hündinnen, da die Rüden meist nicht sehr umgänglich sind. So konnte Oscar seinen Charme spielen lassen und mit der einen oder anderen Hundedame flirten :>> . Leider gab es auch einige motzige Hündinnen. Und die motzigste von allen war ausgerechnet kein Notfall, sondern eine aus dem Haushalt der Betreiberin.

    Na ja, diese kam morgens auch gleich eine halbe Stunde zu spät zum Treffen und ging dann am Nachmittag sehr pünktlich. >:-(

    Mir hat das Treffen mal wieder gezeigt, wie zufrieden ich mit unserem freundlichen und gesunden Oscar sein kann.

  • Neue Stromkabel

    Kaum hatte ich mich hier beklagt, dass die Arbeiter der Firma CITEL nach dem Setzten einiger Strommasten verschwunden waren, tauchten sie am Wochenanfang wieder auf. Lesen die etwa mein Blog? ;D

    Und sie begannen damit, das neuen Kabel für die Leitung zum Nachbarn erst bei mir, dann am anderen Ende an den Masten zu befestigen. in meinen Garten konnten und durften sie nicht mit dem Hebebühnen-LKW rein fahren, sondern es musste einer auf den Mast klettern. Sie wählten dafür den dicksten aus. :>> Er legte das Kabel nur um den Mast herum.

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    Am anderen Ende konnten sie die Hebebühne benutzen.

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    Dann haben sie einige Tage an anderen Stellen im Dorf gebastelt, Löcher gebuddelt :??: und Kabel aufgehängt. Gestern haben sie dann still um heimlich bei mir die Kabel verbunden und die 4 blanken Drähte entfernt.

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    Beim Nachbarn mussten sie das Kabel zur Erde führen, weil der Nachbar das Stromkabel auf den 20 letzten Metern am Haus lieber durch die Erde gelegt haben möchte. Der ist auch kein Franzose und an die Technik hier noch nicht gewöhnt! :>>

  • Neues vom Segelklub?

    Eben nicht! :**:

    Am Astarac-Stausee hat sich nichts verändert: Kein Zaun zum Schutz der Segelboote, kein Steg, nur der Container und die Katamarane auf der Wiese.

    Auch am See von Thoux/ St. Cricq hat sich nicht viel verändert. :no: Eigentlich sollte der Klub ja dieses Jahr den Camping-Platz geräumt haben und auf ein neues Gelände direkt an der Staumauer umgezogen sein. Doch es hat sich letztes Jahr nichts getan!
    Die Wiese an der Staumauer liegt unverändert da, kein neues Klub-Haus, kein Steg, nichts. :`(

    Der Klub und die Segelschule bleiben auch dieses Jahr auf dem Camping-Platz, müssen aber weiter zusammen rücken.

    SegelklubThoux_02KC SegelklubThoux_03KC

    Der Pächter des Camping-Platzes bzw. der Container-Siedlung hat wieder etwas vom Gelände für sich beansprucht und mit Sträuchern bepflanzt, so dass sich die Boote auf dem Rest des Geländes drängen. Mein Boot ist im Gedränge kaum zu erkennen.

    Im übrigen soll der See durch Umbauten an der Staumauer mehr Wasser fassen (kaum zu erkennen), was dem Segler ja freuen sollte. :yes:

    SegelklubThoux_01KC

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